Geschäftsbericht

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Geschäftliche
Entwicklung 2021

Mit einer Steigerung des Kundengeschäfts um 10,6 Prozent und dem Wachstum der Bilanzsumme um 7,5 Prozent blickt die VR-Bank Westmünsterland neuerlich auf ein erfreuliches Geschäftsjahr zurück. Die geschäftliche Entwicklung 2021 belegt einmal mehr das Vertrauen der Kunden und Mitglieder in das nachhaltige und regional ausgerichtete Geschäftsmodell.

Die ausführliche Darstellung unseres vergangenen Geschäftsjahres finden Sie in unserem Lagebericht, den wir Ihnen hier als PDF zum Download zur Verfügung stellen.

Und wenn Ihnen die Einblicke auf dieser Website gefallen haben, laden Sie sich auch den Geschäftsbericht herunter: Dort lesen Sie mehr zu diesen und weiteren Themen!

DIE KOMPLETTVERSIONEN ALS PDF

BERICHTE ZUM DOWNLOAD:

Neues

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Was gibt’s Neues?

Vom Kunstsommer Westmünsterland über nachhaltige Geldanlagen bis zum digitalen Sparschwein: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen die Highlights ihres Bankjahres vor.

Mitgliedschaft

Über 48.000 Menschen im Westmünsterland sind Mitglied bei der VR-Bank, und bald sollen es 50.000 werden.

Genossenschaft ist nach wie vor ein Erfolgsmodell. Ihre Funktion als Motor einer regionalen (Geld-) Kreislaufwirtschaft und ihr demokratisches, auch aufs Gemeinwohl ausgerichtetes Prinzip sind kraftvoller denn je.

Der Förderauftrag und die Beteiligung am Erfolg der Bank über die jährliche Dividende sind weitere starke Argumente – genau wie die vielen Extras für Mitglieder bei den Partnern im genossenschaftlichen FinanzVerbund.

„Mitglied sein bei der Bank – das klingt erstmal ungewöhnlich. Aber was dahintersteckt, ist eine rundum überzeugende Idee. Und die ist heute so stark wie eh und je.“

Norbert Wansing, Kundenbetreuer VR-Bank Westmünsterland

e-Zapfsäulen Coesfeld

Nachhaltige Entwicklungen zu fördern, auf diesem Weg ist die VR-Bank schon ein gutes Stück vorangekommen. Ein oder besser 28 kleine Meilensteine sind die neuen Ladepunkte für E-Fahrzeuge an der Hauptstelle Kupferstraße. Acht von ihnen sind auf deren Parkplatz für alle E-Fahrerinnen und -Fahrer jederzeit zugänglich – und zudem mit innovativer Payment-Technologie ausgestattet: Statt mit Apps oder Kundenkarten wird einfach per physischer oder digitaler Giro- oder Kreditkarte gezahlt.

Zusätzlich wurde in der Tiefgarage die Ladeinfrastruktur für den bankeigenen Fuhrpark geschaffen, der in den nächsten Jahren vollständig auf E-Mobilität umgestellt werden soll. Alle Ladestationen werden überwiegend mit selbst erzeugtem Ökostrom aus dem Blockheizkraftwerk und der Photovoltaikanlage des BeratungsCenters Coesfeld betrieben. In den kommenden Monaten sollen insgesamt 61 Ladesäulen im gesamten Geschäftsgebiet realisiert werden.

„Mit projektierten 61 Stromzapfsäulen im Geschäftsgebiet wollen wir einen Beitrag zu nachhaltigerer Mobilität leisten. In Coesfeld haben wir jetzt die ersten installiert: Dort lädt man regenerativen Strom aus eigener Erzeugung.“

Stefan Ludden, Geschäftsführer VR-Retail Processing GmbH

myPiggy

Ein Sparschwein?! Auch – aber vor allem ein cooles digitales Gadget. Mit Füllstandssensor, Kontostandsanzeige, Wecker, Nachtlicht, USB-Ladestation, bedienbar über Heben und Schütteln, kurz: etwas, das Kinder sofort fasziniert.

Zum Leben erweckt und gesteuert wird myPiggy über die myFamily­Finance-App. Mit ihr werden Wünsche und Sparziele erfasst, Taschengeld gezahlt und die tollen myPiggy-Funktionen gesteuert.

Entwickelt für Kinder im Grundschulalter, rückt das niedliche Digi-Schweinchen das Thema „clever mit Geld umgehen“ mitten ins Kinderzimmer. Jede Einzahlung, jeder Sparfortschritt wird direkt zum unmittelbaren Erfolgserlebnis, das motiviert und Spaß macht.

Spielerischer und einfacher lässt sich finanzielle Bildung kaum vermitteln. Übrigens auch eine tolle Geschenkidee zur Einschulung!

„Ich habe selbst drei Kinder. Ich weiß, dass finanzielle Bildung wichtig ist, aber wie vermittelt man das so, dass es Spaß macht und ankommt? Bei uns heißt die Antwort jetzt myPiggy – und die ganze Familie macht mit.“

Dr. Christoph von Stillfried, Leiter Vertriebs­management VR-Bank Westmünsterland

Kunstsommer

Mit „Kunstsommer Westmünsterland“ hat die VR-Bank ein neues Stipendium zur Förderung junger Meisterschüle­rinnen und Meisterschüler der Kunst­akademie Münster aufgelegt. Das dreimonatige Stipendium ist Anerkennung und Wertschätzung der jungen Talente, zugleich schafft es am Startpunkt ihrer Karrieren Freiraum für die weitere künstlerische Entwicklung.

Das Stipendium 2021 erhielten die Malerin und gebürtige Ramsdorferin Charlotte Hilbolt aus der Klasse von Professor Cornelius Völker, die Bildhauerin Justyna Janetzek (geboren in Klosterbrück, Polen) aus der Klasse der Professoren Maik und Dirk Löbbert und der aus Versmold stammende Maler Marvin Wunderlich (Klasse Professor Michael van Ofen). Ausgewählt durch die VR-Bank Westmünsterland in Zusammenarbeit mit ei­nem Kurator, wurden sie in den Kom­pe­tenzCentern der VR-Bank mit regelmäßig wechselnden Original­kunstwerken vorgestellt.

„Mit dem Kunstsommer Westmünsterland fördern wir junge Meisterschülerinnen und Meisterschüler der Kunstakademie Münster. Die Sichtung und Auswahl der Stipen­diaten war ein spannender Prozess!“

Dr. Anne Täubert, Leiterin Marketing und Kommunikation VR-Bank Westmünsterland

Nachhaltiges Anlegen

Nachhaltige Geldanlagen werden immer stärker nachgefragt: Inzwischen fließen über 70 Prozent der bei der VR-Bank neu angelegten Gelder in solche Produkte.

Neben nachhaltig ausgerichteten Fonds von Union Investment erweisen sich die beiden hauseigenen Nachhaltigkeitsfonds der VR-Bank als sehr attraktive Anlage. Sie enthalten ethisch, sozial und ökologisch nachhaltige Werte und Emittenten, die anhand klar definierter ESG-Kriterien für jede Anlageklasse ausgewählt wurden. Dahinter steht die Überzeugung, dass Unternehmen und Länder, die ihr Handeln nachhaltig ausrichten, geringeren ökonomischen Risiken unterliegen und größere Chancen auf eine gute Entwicklung haben.

Mit diesen Fonds unterstützt die VR-Bank Anleger der Region in deren Ziel, eine „doppelte Dividende“ aus finanzieller Rendite und sozialem oder ökologischem Mehrwert zu erreichen.

„Immer mehr Kundinnen und Kunden möchten in nachhaltige Geldanlagen investieren, fragen aktiv nach, wofür ihr Geld arbeitet. Das ist ein neues Bewusstsein, und wir haben die passenden Produkte dafür.“

Marco Suttrup, Qualified Portfolio Manager (EBS/DBG) VR PrivateBanking

Anlegen

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Betreutes Anlegen.

Eine Investmentstrategie mit kluger Streuung ist beim Vermögensaufbau deutlich chancenreicher als klassische Sparformen. Diese lässt sich mit der VR-Bank-Vermögensverwaltung INVVESTMünsterland unabhängig vom Anlagebetrag nutzen – kuratiert und gemanagt im eigenen Haus. Christoph Bender, Prokurist und Portfoliomanager des VR PrivateBanking, erläutert die Vorteile.

Vermögen braucht Pflege

Das klassische Sparbuch, stellt Christoph Bender klar, hat schon seit Jahren ausgedient – denn statt durch Zins und Zinseszins das Vermögenswachstum zu fördern, sorgt es in Zeiten von Niedrigzins und Inflation sogar für Realwertverlust. Die Spezialisten für Financial Planning, Vermögensaufbau und -verwaltung des VR PrivateBanking empfehlen deshalb andere Modelle der Geldanlage: vor allem Investments in Aktien, Wertpapiere, Rohstoffe und Immobilien(fonds), also in sogenannte „reale Werte“.

Denn hier sind mit individueller Stra­tegie nach wie vor gute Renditen realisierbar – vor allem, wenn wie im VR PrivateBanking die Streuung regelmäßig nachjustiert und so an aktuelle Entwicklungen angepasst wird. Aktives Portfoliomanagement nennt man das, und dafür sind die Spezialisten der VR-Bank Westmünsterland optimal aufgestellt. Das unterstreicht auch ihre jüngste Auszeichnung im Ranking „Beste Vermögensverwalter Deutschlands 2022“, verliehen durch die Wirtschaftswoche.

Förderauftrag

„Wir sehen als Teil unseres Förderauftrags, die guten Ertragschancen der Aktienmärkte auch Mitgliedern und Kunden losgelöst vom Anlagebetrag zu erschließen“, schildert Bender die Beweggründe des Hauses. „Deshalb haben wir vor einem Jahr INVVESTMünsterland auf den Markt gebracht.“

INVVestmünsterland

Mit INVVESTMünsterland kann der Kunde – abhängig von seiner Anleger­mentalität – unter drei verschiedenen Portfolios mit unterschiedlichem Chance-­Risiko-Profil wählen. Alle werden aktiv vor Ort in Gescher durch die Spezialisten der VR-Bank gemanagt – aus der Region, für die Region. Schon mit einem Volumen ab 5.000 Euro kann man von der Entwicklung der hochwertigen Vermögensanlage profitieren. Auch ratierliches Sparen mit monat­lichen Beträgen ist möglich – oder die Kombination aus beidem.

Am Anfang steht ein individuelles, ausführliches Beratungs- und Planungs­gespräch, in dem vor allem das individuelle Anlageprofil, die bestehende Vermögensstruktur sowie Anlage­horizont und -ziele beleuchtet werden.

„Zum Förderauftrag gegenüber unseren Mitgliedern gehört es für uns, ihnen die guten Ertragschancen des Wertpapiergeschäfts zu eröffnen – gerade auch dann, wenn Zeit, Kompetenz oder Interesse fehlen, ein Portfolio selbst zu managen.“

Christoph Bender

Im Sinne der Kunden

Schon im ersten Jahr schichteten die Kundinnen und Kunden der VR-Bank rund 50 Millionen Euro aus konventionellen Spareinlagen zu INVVESTMünsterland um – und können sich über die gute Entwicklung ihrer Geldanlage trotz bewegter Börsenzeiten freuen. „Durch die breite Diversifikation und unser proaktives Gegensteuern angesichts aktueller Ereignisse wie des Ukraine-­Kriegs konnten wir diese Portfolios gegen den Trend stabil aufstellen.“ So habe man etwa frühzeitig Gold beigemischt und verstärkt in Branchen für erneuerbare Energien oder Cyber­sicherheit investiert.

Solide unterfüttert

Dabei leitet die Portfoliomanager nicht nur ihr großer Erfahrungsschatz, sondern auch sehr intensives Research, Auswertungen und Reportings. Der Anlageausschuss, dem neben den Portfoliomanagern auch der VR-Bank-Vorstand und weitere Bereichsleiter angehören, trifft sich im regelmäßigen Rhythmus, um Analysen und Entwicklungen zu bewerten sowie Anlage­entscheidungen gemeinsam zu prüfen und abzusichern. Anlassbezogen kommt man auch in kürzerer Frequenz oder spontan zusammen: „Wir können sofort reagieren.“

Transparenz und Vertrauen

Wichtig sei es überdies, so Bender, dass alle Beraterinnen und Berater jederzeit fundiert Auskunft über die jüngsten Anlageentscheidungen und Marktentwicklungen geben können. Die kurzen Wege, die eine Regionalbank auszeichnen, und die schnelle, lückenlose Kommunikation – etwa über das wöchentliche interne Börsenpodcast – schaffen dabei hohe Transparenz und Vertrauen, so Bender: ein zentraler Punkt bei der Vermögensverwaltung, in der es schließlich immer darum geht, die im Sinne des Kunden beste Entscheidung zu treffen.

„Mein Berufsweg hat mich auf die unterschiedlichsten Stationen geführt, aber bei dem Thema ‚Finanzen’ bin ich dem Westmünsterland treu geblieben. Denn im VR PrivateBanking habe ich seit Jahren einen enorm engagierten Partner für die Umsetzung einer hochindividuellen Anlagestrategie, die meine Zielsetzungen, Vorstellungen und Werte genau abbildet. Wir arbeiten sehr intensiv und erfolgreich miteinander; selbst für anspruchsvolle M&A-Vorhaben wie die Gründung einer Gesellschaft für Beteiligungsmodelle finde ich hier Spezialisten mit entsprechendem Know-how. Die Kompetenz dieser erfahrenen Vermögensverwaltung über ein aktiv gemanagtes Produkt auch für ein breiteres Publikum in der Region zu öffnen, halte ich für eine sehr zeitgemäße und kunden­orientierte Entscheidung der VR-Bank.“

Jörg Grotendorst, gebürtiger Marbecker und langjähriger Kunde des VR PrivateBanking

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Vor-Ort-Banking

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Hauptsache Mensch.

Die meisten Banken ziehen sich aus dem Vor-Ort-Banking zurück, die VR-Bank hält am Filialbetrieb fest. Denn persönliche Nähe und ein echtes Gegenüber sind Dinge, die den Menschen wichtig sind, ist Prokurist Siegbert Hövelbrinks, Leiter des Privatkundengeschäfts der VR-Bank Westmünsterland, überzeugt. Für ihn ist die Förderung der finanziellen Zukunft der Mitglieder die wichtigste Aufgabe einer genossenschaftlichen Bank – und die hat die unterschiedlichsten Aspekte.

Von Angesicht zu Angesicht

„Ich bin überzeugt vom genossenschaftlichen Prinzip“, sagt Siegbert Hövelbrinks und nennt direkt seine Gründe: „Im Mittelpunkt stehen für uns unsere Mitglieder, nicht unsere Gewinnmaximierung. Wir setzen auf Nähe, Verstehen und Vertrauen und beweisen das täglich durch unsere Arbeit. Und unser finanzielles Engagement entfaltet ganz unmittelbar Nutzen für Wirtschaft und Lebens­qualität in unserer Region.“

Deshalb unterstreicht Hövelbrinks das Bekenntnis der VR-Bank zum Filialbetrieb. „Auch in der Pandemie hat trotz der umfassenden digitalen Angebote der überwiegende Teil unserer Kunden für die persönliche Beratung das Gespräch in der Filiale gesucht“, berichtet er. „So sensible Dinge wie Finanzthemen möchten die Menschen von Angesicht zu Angesicht, auf Augenhöhe mit einem vertrauten Partner besprechen.“

Beratungsmodell

Dieses Vertrauen führt Hövelbrinks auch auf das genossenschaftliche Beratungsmodell zurück, das auf eine kontinuierliche Begleitung der Kunden durch alle Lebensphasen und -wünsche setzt. Denn ob es um Absicherung oder Altersvorsorge, um Vermögensaufbau oder Immobilienerwerb geht: Finanziell hängt alles mit allem zusammen.

„Bevor ich nicht meine Liquidität für Unvorhergesehenes sichergestellt und einen Notgroschen zur Seite gelegt habe, brauche ich auch nicht über Vermögensanlage nachzudenken“, gibt Hövelbrinks ein Beispiel, „und wenn ich eine Familie gründe, brauche ich nicht nur jemanden, der mir ein größeres Familienauto finanziert – sondern auch Tipps, wie ich mein Kind absichern oder schon jetzt ein Polster für seine späteren Ausbildungs- und Studienwünsche schaffen kann.“

Finanzielle Bildung

Die ersten großen finanziellen Ziele ergeben sich meist, wenn man sich nach Ausbildung oder Studium im Beruf etabliert. Für Pläne wie die Familiengründung oder die eigene Immobilie könnten schon früher wichtige finanzielle Weichen gestellt werden, „allerdings stellen wir immer wieder fest, dass es häufig an grundlegender finanzieller Bildung fehlt.“

Um junge Menschen besser und früher zu erreichen, setzt die VR-Bank in ihrer Beratungsstruktur deshalb auch beim Lebensalter auf Augenhöhe. „Wenn Mitarbeiter und Kunde im gleichen Alter sind, teilen sie dieselbe Lebenswelt. Unsere jungen Mitarbeitenden zum Beispiel können aus eigener, frischer Erfahrung weitergeben, welche Aha-Erlebnisse sie selbst gerade mit Fragen der Absicherung oder Zinses­zinseffekten bei der Altersvorsorge gehabt haben. Sie können das Gleichaltrigen viel näher und überzeugender vermitteln.“ Auch in anderen Lebens­phasen verfolgt die VR-Bank dieses Prinzip: „Jedes Alter hat spezielle Themen. Wenn mein Gegenüber diese aus eigener Anschauung kennt und bei der Beratung berücksichtigt, schafft das Schulterschluss und Vertrauen.“

„Die Erfahrungen der Pandemie haben den Wert von Nähe und Verlässlichkeit nochmals unterstrichen.“

Siegbert Hövelbrinks

Mitgliedschaft

Dass die Kundinnen und Kunden dies honorieren, belegen für Hövelbrinks die kontinuierlich steigenden Mitgliederzahlen. Jedes Jahr werden im Schnitt gut tausend Menschen Anteilseigner bei der VR-Bank.

Hövelbrinks wertet das als Bekenntnis zur Genossenschaftsbank als Gemeinschaft, in der viele zusammen mehr schaffen als einer allein – und zu einem Geschäftsmodell, in dem neben Kompetenz und Verantwortung auch Menschlichkeit zählt.

„Die Menschen hier im Westmünsterland sind für uns die Hauptsache“, sagt Hövelbrinks. Gerade in schwierigen Zeiten stehe man Mitgliedern, Kundinnen und Kunden zur Seite, stärke den regionalen Mittelstand und helfe, Arbeitsplätze und Wirtschaft zu sichern.

Und ihre Überschüsse nutze die VR-Bank nicht zur Gewinnmaximierung, sondern um gemeinnützige Zwecke in der Region zu unterstützen und die Einlagen ihrer Kunden gut abzusichern.

Siegbert Hövelbrinks, Leiter Privatkundengeschäft VR-Bank Westmünsterland
Idealismus mit Rendite

Das Filialnetz aufrechtzuerhalten, um dort zu sein, wo die Kunden sind, ist ebenfalls ein Ausdruck dieser Haltung. Ihr Nutzen wird Vielen angesichts einer globalisierten Welt immer deutlicher, beobachtet Hövelbrinks: „Die Erfahrungen der Pandemie haben den Wert von Nähe und Verlässlichkeit nochmals unterstrichen.“ Hinzu komme das Engagement der VR-Bank für Themen, die den Menschen hier wichtig sind – ob Nachhaltigkeit, Bildung oder Projekte rund um erneuerbare Energien.

Doch es sind nicht nur ideelle Werte, die für eine Mitgliedschaft sprechen: Die VR-Bank schüttet in jedem erfolgreichen Geschäftsjahr eine solide Rendite für ihre Genossenschaftsanteile aus. Zudem halten viele Verbundpartner vorteilhafte Angebote exklusiv für Mitglieder bereit. Weitere Informationen gibt es auf den digitalen Kanälen der VR-Bank und natürlich: in der Filiale vor Ort.

Mitarbeiterbindung

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Die Richtigen finden.
Und binden.

Langfristiger Unternehmenserfolg braucht gute Mitarbeiterin­nen und Mitarbeiter. Deshalb hat sich Annabell Tenbrink für die Tenbrink-Unternehmensgruppe in Stadtlohn ein ehr­geiziges Ziel gesetzt: die beste Arbeitgeberin im Münsterland zu werden. Und Erwin Hülscher, Geschäftsführer des Tiefbau­unternehmens Heitkamp-Hülscher in Stadtlohn, macht seit 2006 seine Mitarbeiter zu Teilhabern – und damit verblüffende Erfahrungen.

Mittelstandspreis

Zweierlei hat Annabell Tenbrink aus 2021 mitgenommen. Zum einen den Großen Preis des Deutschen Mittelstands. Der wichtigste deutsche Wirtschaftspreis, bekannt für seine anspruchsvollen Kriterien, wurde an die Tenbrink ProjektPlan GmbH und Tenbrink HotelPlan GmbH verliehen. Ein Familienunternehmen in vierter Generation, das sie mit ihrem Mann und den Geschäftsführern Dieter Peters und Hubert Merschformann leitet.

Das andere, was Annabell Tenbrinks Jahr geprägt hat, war die Erkenntnis: „Wir sind kein Remote-Unternehmen.“ Im selben Büro, an derselben Werkbank miteinander zu arbeiten, beim Kaffee private Worte zu wechseln, freitags beim Schnitzel-Essen mit allen das Wochenende einzuläuten: „Das ist der Kitt unserer Unternehmenskultur.“

„Tenbrink ist nicht nur konstant erfolgreich, sondern auch ein Paradebeispiel für exzellente Führungskultur.“

Melanie Arend

Erfolgsfaktor Teamgeist

Die Tenbrink-Gruppe realisiert als Spezialist für Planung und Innenausbau komplexe Projekte, steht gegenüber ihren Auftraggebern als Generalunternehmer in der Pflicht: „Da geschieht immer Unvorhersehbares – das bewältigt man nur so gut wie wir, wenn der Teamgeist stimmt und alle für die gemeinsamen Aufgaben brennen.“

Das Ziel, „bester Arbeitgeber im Münsterland“ zu werden, ist deshalb für Tenbrink eine der wichtigsten Aufgaben zur Zukunftssicherung. „Schon unter meinem Vater wurde großer Wert auf gute Mitarbeiterführung und hohe Teamkultur gelegt“, sagt die Betriebswirtin. Mit einer internen Arbeitsgruppe und seit kurzem einer eigens für dieses Thema eingestellten Mitarbeiterin hat sie diese gute Basis in den vergangenen Jahren systematisch weiter aufgebaut.

„Unsere Projekte sind komplex, und bei jedem erwarten uns neue Herausforderungen. Das bewältigt man nur, wenn der Teamgeist stimmt, man sich blind aufeinander verlassen kann und alle für die gemein­same Aufgabe brennen und Verantwortung übernehmen.“

Annabell Tenbrink

Work-Life-Balance

Zentral ist dabei für Tenbrink die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Es gebe heute fast keine Familie mehr, in der nicht beide Eltern berufstätig seien: Da brauche es gerechte, neue Lösungen. Dazu gehören die betriebliche Kinderferienbetreuung sowie individuell maßgeschneiderte Arbeitszeiten und -modelle. Das Beharren auf einer Vollzeitkultur sei da nicht zielführend, sondern Verständnis und Support – nicht nur für Eltern. „Statt um Kinder muss man sich später vielleicht um die Pflege Angehöriger kümmern. Ein guter Arbeitgeber muss das ermöglichen.“ Seit Neuestem gibt es beispielsweise zwei Pflegeguides im Unternehmen, die hierzu beraten und unterstützen.

Ein weiterer Meilenstein auf diesem Weg sind Lebensarbeitszeitkonten, auf denen Überstunden oder nicht beanspruchte Urlaubstage vergolten werden können. Mit dem Guthaben lassen sich beispielsweise längere Auszeiten oder ein früherer Rentenbeginn finanzieren.

Aus- und Weiterbildung

Auch die interne Qualifizierung gehört zum Konzept. Tenbrink habe keine Karrierestufen wie in einem Konzern, aber: „Wir bieten interessierten Mitarbeitenden systematische Weiterbildung für Aufgabenbereiche, die genau zu unserem Bedarf passen – etwa in der Juniorprojektleitung oder Holztechnik.“ Auch berufsbegleitende Studiengänge eröffnet Tenbrink bei Eignung.

Bei der Ausbildung sucht Tenbrink Schulterschluss mit den Eltern: Zum Ausbildungsstart werden alle zum Kennenlernen ins Unternehmen eingeladen. Das Azubi-Car, das der bzw. die beste Auszubildende inklusive 1.000 Freikilometern für einen Monat nutzen kann, macht sich nicht nur als starker Leistungsanreiz, sondern auch als rollendes Recruiting-Werkzeug bezahlt. Und bei speziellen Projekten, zu denen auch die Entwicklung der jeweils drei Jahre laufenden Azubi-Werbekampagne gehört, lernen die jungen Leute, komplexe Aufgaben selbständig zu organisieren und als Team zu bearbeiten.

Breites Spektrum

Ob Gesundheitsmanagement oder betriebliche Altersvorsorge, professionelles Onboarding oder Teamrituale wie der Schnitzelfreitag – Tenbrink hat’s. „Wir verbringen viel Zeit bei der Arbeit, und diese Zeit muss Lebensqualität haben“, ist Annabell Tenbrink überzeugt. Dass ihre Strategie aufgeht, belegt nicht nur der Große Preis des Mittelstands, sondern auch die Tatsache, dass es keine Personalnot gibt bei Tenbrink – derzeit. Damit das auch in Zukunft so bleibt, haben Annabell Tenbrink und ihr Führungsteam die nächsten Ideen schon im Kopf.

Mehr über Tenbrink

Die Tenbrink Unternehmensgruppe hat nicht nur den großen Preis des Mittelstands 2021 gewonnen – sie hat auch ein enorm spannendes Betätigungsfeld mit weltweiten Projekten. Hier können Sie sie entdecken:

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Mitarbeiterbindung – das war 2006 noch nicht ein solches Fokusthema wie heute. Auch Erwin Hülscher, Chef des Stadtlohner Tiefbauunternehmens Heitkamp-Hülscher, hatte ursprünglich ein anderes Ziel, als er seinem Team die Gründung einer Mitarbeiterfirma anbot …

Teamgeist

„Ich komme aus dem Mannschaftssport“, sagt Erwin Hülscher, „mich prägt die Überzeugung, dass Erfolg nicht auf der Leistung Einzelner, sondern auf der des ganzen Teams beruht.“ Das bewahrheitete sich, als er den väterlichen Betrieb 1995 in schwerem Fahrwasser übernahm. „Nur der Einsatz aller für das gemeinsame Ziel hat das Unternehmen gerettet. Damals habe ich mir geschworen: Sobald es finanziell wieder aufwärtsgeht, beteilige ich meine Mannschaft am Unternehmenserfolg.“

„Wir wollten etwas bieten, was es nicht überall gibt und von dem die Leute wirklich etwas haben.“

Erwin Hülscher

Ungewöhnliches Modell

2005 war es so weit. Nachdem er mit einer Beratungsfirma die verschiedensten Möglichkeiten geprüft hatte, entschied sich Hülscher für ein ungewöhnliches Modell. „Durch Sozialabgaben und Steuern kosten Prämien und Sonderzahlungen das Unternehmen viel, beim Einzelnen kommt aber bestenfalls die Hälfte auf dem Konto an.“ Hülscher schlug der Belegschaft etwas anderes vor: die Einlage in eine neue Kommanditgesellschaft, die sukzessive den kompletten Maschinenbestand des Tiefbauunternehmens übernehmen und an die GmbH vermieten sollte. 2.500 Euro veranschlagte Hülscher je Anteil, als zinsloses Arbeitgeberdarlehen bereitgestellt. Um weitere 2.500 Euro konnten die Mitarbeiter selbst auf­stocken.

„34 von 36 Mitarbeitenden stiegen sofort ein, die anderen nach einem Jahr.“ Mit dieser zunächst eher dünnen Kapitalausstattung sammelte das Mitarbeiterteam zunächst Erfahrungen und belastbare Zahlen. Zwei Jahre später legte man sie der Bank vor, und die bewilligte daraufhin den Kreditantrag für das Geschäftsmodell „Mitarbeiterfirma“. Dieser gehört seit 2013 der gesamte Maschinenpark von Heitkamp-Hülscher – der seither übrigens deutlich besser in Schuss ist. „Die emotionale Bindung und damit auch die Verantwortung haben einen hohen Schub bekommen.“

Beträchtliche Summen

Die Anteile der jährlichen Gewinnausschüttungen fließen für jeden Kommanditisten auf ein verzinstes Kapitalkonto. Bei Rentenantritt wird das Guthaben zusammen mit dem Kommanditkapital ausgezahlt: eine beträchtliche Summe zusätzlich zur gesetzlichen Rente und der betrieblichen Altersvorsorge.

Heute ist die Zahl der beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf 77 angestiegen, und das Modell „Mitarbeiterfirma“ wurde bereits in mehreren anderen Firmen implementiert.

Seit 2010 gibt es überdies eine Mitarbeiter-Erfolgsbeteiligung, deren Höhe auf Basis einer 360°-Bewertung nach einem transparenten Schlüssel berechnet wird.

Was Hülscher besonders freut: Die Wechselquote ist fast auf Null gesunken, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen überzeugt hinter ihrem Arbeitgeber und – sie betätigen sich aktiv als Unternehmensbotschafter. Die meisten neuen Bewerbungen resultieren heute aus persönlicher Empfehlung.

„Die schönste Bestätigung ist es für mich, wenn Eltern ihren Kindern empfehlen, bei uns anzufangen. Es gibt hier einige Familien, aus denen zwei Generationen bei Heitkamp-Hülscher arbeiten.“

Mehr über Heitkamp-Hülscher

Das Stadtlohner Unternehmen ist Straßen- und Tiefbauspezialist. Was trocken klingt, wird auf der Website des Unternehmens überraschend unterhaltsam präsentiert und ist einen Besuch wert:

E-Book kostenfrei downloaden!

Über das Heitkamp-Hülscher Modell des Mitarbeiterunternehmens hat der Businesscoach und Keynote-Speaker Stefan Kerzel das E-Book „Anreizsysteme für Leadershiporganisationen“ geschrieben: Hier können Sie es gratis downloaden!

Effizienz

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Mission: Effizienz.

Viele Wege führen zu höherer Energieeffizienz. Bei der VR-Bank ist die VR-Retail Processing GmbH dafür zuständig, solche Wege zu erschließen – mit standortindividuellen Konzepten und Maßnahmen, die systematisch den Energiebedarf verringern, wie Geschäftsführer Stefan Ludden erklärt.

Damit’s optimiert läuft

Das Facility Management, also die Verantwortung für den Gebäudezustand der Filialen und BeratungsCenter, gehört zu den zentralen Aufgaben der VR-Retail Processing. Und nicht nur das, denn auch darüber hinaus sorgt das Tochterunternehmen dafür, dass alles optimiert läuft bei der VR-Bank. Ob SB-Geräte oder Einkauf, Fuhrpark, Gebäudereinigung oder Haustechnik: Stefan Ludden und sein Team führen im Hintergrund die Regie.

Grösste Aufgabe

Den Energieverbrauch im Unternehmen nachhaltig zu senken, gehört dabei zu den wichtigsten Aufgaben – und ist sicher auch die größte. „Um das Klimaziel der VR-Bank zu erreichen, bis 2025 CO₂-neutral zu wirtschaften, liegt das größte Potenzial in der Reduktion des Energiebedarfs für Strom und Wärme an unseren Standorten“, sagt Stefan Ludden.

Das belegen auch die Analysen der Energie-Audits, die die VR-Bank in 2015 und 2019 in Auftrag gegeben hat. „Wir haben daraufhin ein ganzes Bündel von Leitlinien und Maßnahmen erarbeitet, die jetzt standortindividuell geplant und bis 2025 sukzessive umgesetzt werden“, sagt Ludden.

Fläche als Faktor

Eine ganz zentrale Stellschraube ist dabei die Fläche, beeinflusst sie doch maßgeblich den Energieverbrauch. Bei Standortwechseln oder neuen Standorten wird deshalb auf optimale Flächeneffizienz geachtet. Und bei Neu- planungen sowie bei Renovierungen lässt die VR-Retail Processing direkt weitere Maßnahmen zur Energie­effizienz mit realisieren.

„Dazu zählen zum Beispiel der Austausch alter Lichttechnik durch strom­sparende LED-Systeme, automatische Fensterverschattungen und Klima­anlagen, die sich nicht nur um 19 Uhr automatisch abschalten, sondern auch, sobald ein Fenster geöffnet wird“, so Ludden. „Auf den flüchtigen Blick scheinen das eher Kleinigkeiten zu sein, rechnet man es aber durch, machen sie in Summe einiges aus.“

Ganzheitliche Konzepte

Für Standorte, wo aus Altersgründen die Heizung ausgetauscht werden muss, entwickelt Ludden mit seinem Team individuelle, nachhaltige und zukunftsweisende Konzepte. Ziel ist es, die benötigte Energie möglichst autark zu erzeugen. Weil das im Bestand nicht immer zu 100 Prozent möglich ist, kommen zusätzlich Ökostrom und Ökogas, bevorzugt aus der Region, zum Einsatz.

„Dabei denken wir immer in ganzheitlichen Heiz- und Kühlkonzepten“, sagt Ludden. Im KompetenzCenter Coesfeld wurde beispielsweise 2020 die alte Gasheizung durch ein Blockheizkraftwerk (BHKW) ersetzt, eine hocheffiziente Technologie zur Kraft-Wärme-Kopplung. Aus einem Primärenergieträger wird Wärme erzeugt und als Strom oder Heizenergie zur Verfügung gestellt. Die entstehende Abwärme wird weiter genutzt, im Winter zum Heizen, im Sommer als Strom für die Raum­kühlung.

Unabhängiger machen

„Bisher konnten wir mit dem BHKW etwa 27 Prozent des Strombedarfs am KompetenzCenter selbst erzeugen. Das macht uns unabhängiger von externen Quellen. Und wenn wir demnächst zusätzlich auf Ökogasverträge umstellen, arbeitet die Anlage komplett CO₂-­neutral und damit nachhaltig.“

Im KompetenzCenter Dülmen, wo ebenfalls die Lebenszeit der Heizung erreicht ist, sieht das neue Energie­konzept eine kleine Brennwertheizung, eine Photovoltaikanlage und ein BHKW vor. Zugekaufte Energie wird aus klimaneutraler Produktion bezogen. „Durch diese Anpassungen werden wir jährlich 50 Tonnen CO₂ einsparen und rund 60 Prozent unseres Stroms selbst erzeugen.“

„Um unser Klimaziel zu erreichen, bis 2025 CO-neutral zu wirtschaften, liegt das größte Potenzial in der Reduktion des Energiebedarfs für Strom und Wärme an unseren Standorten.“

Stefan Ludden

In Neubau und Bestand

Besonders umfassend und einfach lässt sich Energieeffizienz naturgemäß bei Neubauten realisieren. Denn die kann man schon in der Planung auf einen komplett nachhaltigen und energieautarken Betrieb auslegen – wie das von der VR-Westmünsterland Immo­bilien GmbH realisierte Bürogebäude am Campus 7.9 in Gescher. Beheizt wird es über eine hocheffiziente Wärmepumpe, die mit dem Energieertrag der Photovoltaik-Panels auf dem Dach und zugekauftem Ökostrom betrieben wird. Hinzu kommen eine sehr gute Gebäudeisolierung und eine automatisierte Fensterverschattung. Voraussetzungen, die sich Ludden überall wünschen würde, doch „die energetische, standortindividuelle Ertüchtigung von Bestandsimmobilien ist unsere vorrangige Baustelle – und eine ebenso nachhaltige Investition.“

Energiewende

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Energie?
Machen wir selber!

Im Westmünsterland ist die Energiewende in vollem Gange: Landwirt Benedikt Wichmann aus Dülmen erntet Biogas und Solarstrom. Vom Coesfelder Bürgerwindpark BWP Flamschen berichtet dessen Geschäftsführer Christoph Woltering – und Bürgermeisterin Eliza Diekmann freut sich, dass Coesfeld derzeit deutschlandweit als Vorzeige-Windkraftstandort gilt.

Energie als Erwerbsquelle

Biogasanlagen nutzt die Landwirtschaft schon seit Jahren. Auch Benedikt Wichmann hätte an seinem früheren Standort in Dülmen-­Merfeld gern eine installiert – doch dafür reichte der Platz nicht. Als Wichmann jedoch wegen der Trassenführung der B67n seinen Betrieb verlagern musste, ergriff er die Chance, sich in jeder Hinsicht zukunftssicher aufzustellen.

„Energiewirtschaft ist für uns Landwirte ein hervorragendes zweites Standbein, aber man braucht auch den Platz dafür.“ Heute hat er ihn, denn beim Standortwechsel konnte er durch den Neubau der Hofstelle seinen Betrieb erheblich vergrößern und den Ferkel­aufzuchtbetrieb auf vier Standorte ausdehnen. Parallel investierte Wichmann kräftig in Anlagen zur Produktion erneuerbarer Energien.

6.700 Megawattstunden

Seine neuen Photovoltaik- und Biogasanlagen sind bereits in Betrieb, eine Windkraftanlage ist in Planung. 6.700 Megawattstunden erzeugt Wichmann schon jetzt jährlich: Energie, die er vor allem in Wärme umwandelt.

Damit kann er nicht nur sein Wohnhaus und die Abferkelställe energieautark beheizen, sondern auch Nachbarbetriebe beliefern – und demnächst vielleicht auch die Stadt Dülmen. Mit ihr führt er derzeit Gespräche über die Anbindung möglicher Abnehmer.

„Die Erzeugung erneuerbarer Energien vor Ort ist ein zentraler Faktor auf dem Weg zur Klimaneutralität.“

Benedikt Wichmann

Klimaneutral für Dülmen

Denn über kurze Strecken lässt sich Wärme gut transportieren – gespeichert in einem Container mit spezieller Salzlösung. Ins Gespräch kam diese Möglichkeit bei den Treffen der Bürger Energie Dülmen eG (kurz: BEDeG), deren Vorstandsvorsitzender Wichmann ist.

Für Dülmens Bürgermeister Carsten Hövekamp ist die Gründung dieser Energiegenossenschaft „ein wichtiger Meilenstein auf unserem Weg zur klimaneutralen Kommune, die wir bis spätestens 2035 werden möchten“. Jeder Dülmener, jede Dülmenerin kann über den Erwerb von Genossenschaftsanteilen stimmberechtigtes Mitglied der BEDeG werden: So will man in bester genossenschaftlicher Tradition gemeinsam alle Projekte voranbringen, die den CO₂-Fußabdruck Dülmens verringern. Und die Erzeugung erneuerbarer Energien vor Ort, sagt Wichmann, sei dabei ein zentraler Faktor.

„Jeder Anlieger konnte sich mit Kapital beteiligen, musste es aber nicht – und jeder hatte bei der weiteren Planung dasselbe Stimmrecht.“

Christoph Woltering

Windhauptstadt Coesfeld

In Coesfeld ist Windkraft schon seit langem die erneuerbare Energie der Wahl. Seit 2021 der Windpark Letter Bruch ans Netz ging, deckt die Stadt rechnerisch mehr als 100 Prozent ihres Eigenbedarfs aus eigener Windenergie.

Bürgerwindpark Flamschen

Während der Windpark am Letter Bruch gemeinsam mit der SL NaturEnergie errichtet wurde, wählte der Coesfelder Bürgerwindpark (BWP) Flamschen einen anderen Weg, schildert dessen Geschäfts­führer Christoph Woltering: „Ein großer Partner bringt viel Know-how und Erfahrung mit, mindert im Gegenzug aber auch den Ertrag.“ Entsprechend stellten er und seine Mitstreiter ihr Projekt in Eigenregie auf die Beine – und nahmen die Anlieger mit ins Boot.

Im Schulterschluss

„Es ist klar, dass man als Nachbar solcher Windkraftanlagen viele Fragen und auch Vorbehalte hat. Deshalb haben wir von Anfang an den Schulterschluss gesucht und in vielen Gesprächen Überzeugungsarbeit geleistet.“ Zudem machten Woltering und seine Mitbetreiber allen dasselbe, faire Angebot: „Jeder Anlieger konnte sich mit Kapital beteiligen, musste es aber nicht – und jeder hatte bei der weiteren Planung dasselbe Stimmrecht.“

Diese Planung hatte es allerdings in sich, erinnert sich Woltering: Zwar fand sich durch glücklichen Zufall ein technisch erfahrener Begleiter, der mit ins Risiko ging. Doch die Genehmigungsverfahren zogen sich über neun Jahre hin. „Diese Dauer ist nicht nachvollziehbar und muss deutlich verkürzt werden, wenn die Energiewende gelingen soll“, resümiert er.

Super Bilanz

Inzwischen laufen die Windkraftanlagen und produzieren so viel Strom, wie 14.000 Haushalte verbrauchen. Schon nach einem Jahr konnten die Beteiligten sich über zweistellige Ausschüttungen freuen. Auf den neun Hektar Ausgleichsfläche, die der BWP anzulegen hatte, sind wunderbare, artenreiche Biotope entstanden. Und demnächst bekommt jeder Anlieger eine App aufs Handy, mit der er „sein“ Windrad ausschalten kann für den Fall, dass der Schattenwurf beim Kaffeetrinken auf der Terrasse stört. Bisher, so Woltering, bekomme er jedoch nur besorgte Anrufe, wenn eine Anlage mal nicht laufe.

„Als einer der größten Windkraftstandorte bundesweit kann Coesfeld Blaupause sein für die Energiewende: Wir bekommen viele Anfragen von anderen Städten und Gemeinden, die unsere Erfahrungen teilen möchten. Wir hatten das große Glück, dass alle Beteiligten mit­gezogen haben, insbesondere auch die Anlieger – ihnen gilt mein besonderer Dank. Am Ende ist es ein Win-Win-Deal für alle, denn viele haben mit investiert, und von den Erträgen der Anlage am Letter Bruch profitiert auch die Bürgerstiftung Coesfeld. Allerdings war es ein weiter, beschwer­licher Weg: Über zehn Jahre vom ersten Antrag bis zur Genehmigung sind definitiv zu lang.“

Eliza Diekmann, Bürgermeisterin, Coesfeld

Mehr zur BürgerEnergie Dülmen eG

Sie interessieren sich für die in Gründung befindliche Genossenschaft, in der Bürgerinnen und Bürger den Carbon-Footprint Dülmens verringern möchten? Auf der Website erfahren Sie mehr:

Eliza Diekmann im WDR-Interview

Anfang 2022 gab die Coesfelder Bürgermeisterin Eliza Diekmann auf WDR 5 ein Interview zu den Erfahrungen der Stadt auf dem Weg zum „Windkraftwunder“. Hier können Sie es nachhören:

Bürgerwindpark Flamschen: grüne Energie und Artenschutz

Im Coesfelder Bürgerwindpark Flamschen sind nicht nur neun Windkraftanlagen entstanden, sondern auf 9 Hektar Ausgleichsflächen auch Biotope für seltene Arten – Mikro-Landschaftsräume von hoher Attraktivität. Die erforderlichen Grundstücke wurden von Mitgliedern des BWP Flamschen bereitsgestellt, die artengerechte Anlage von einem Fachunternehmen begleitet und die Wirksamkeit durch mehrere Gutachten belegt.

Die Bilder sind direkt nach der Anlage der Flächen entstanden, inzwischen sind die auf ihnen sichtbaren Strukturen gänzlich unter der Vegetation verschwunden: „Das sind ganz wunderschöne Biotope, die die Artenvielfalt schützen und fördern und uns allen große Freude machen“, sagt Christoph Woltering vom BWP Flamschen.

3,3 Hektar groß ist die „multifunktionale“ Ausleichsfläche, die tagsüber den Waldschnepfen und nachts den Uhus dient. Zusätzlich haben die Waldschnepfen ein eigenes Feuchtbiotop bekommen. Sehr interessant ist auch die Ausgleichsfläche für den Wespenbussard, denn sie wurde besonders attraktiv für Wespenvölker gestaltet – quasi als „Buffet“ für die geflügelten Insektenjäger. Und das ist reich gedeckt, denn trotz der trockenen Sommer haben sich hier bereits im ersten Jahr etliche Völker angesiedelt.

Und schließlich genießen auch die letzen Kiebitze des Münsterlandes hier besonderen Schutz: Der Acker, auf dem die Tiere lebenslang ihre Brutplätze haben, wird erst ab Ende Mai bewirtschaftet, so dass der Kiebitz-Nachwuchs in Ruhe groß werden kann.

Kessel

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Clever steuern.
Mehr rausholen.

In 30 Jahren vom Ein-Mann-Betrieb zum Hidden Champion mit 100 Beschäftigten: Dampfkessel Hagelschuer in Dülmen unterstützt Kunden in energieintensiven Branchen bei der deutlichen Verbesserung der Energieeffizienz. Innovativer Anlagenbau und moderne Apps machen es möglich.

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Georg Hagelschuer und Thomas Reher im Gespräch
Industrie braucht Dampf

Kessel gibt es in jedem Haushalt, ob als Warmwasserbereiter oder Teil der Heizung. Das Prinzip ist bekannt: Eine Energiequelle bringt im Kessel Wasser auf hohe Temperaturen oder erhitzt es zu Dampf. Ähnlich funktioniert es auch in großem Maßstab – und es gibt kaum eine Industrie, die ohne Kesselanlagen auskommt. Somit findet man die Verwendung von Dampf und Heißwasser in vielfältigsten Anwendungen, beispielsweise in der Chemie-, Pharma- und Lebensmittelindustrie. Auch in Kommunen und großen Gebäudekomplexen wie Krankenhäusern oder Universitäten sind Kesselanlagen im Einsatz, erzeugen Heißwasser für die Heizung oder Dampf für Fernwärme oder Produktion.

„Das ist der Vorteil des Mittelstands: schneller, individueller und beweglicher zu sein.“

Georg Hagelschuer

Ausfälle sind teuer

Große Verbraucher allesamt – und damit geht es um eine Menge Geld. Bei Störungen oder Ausfall der Kesselanlage steht direkt die ganze Produktion still, mit entsprechendem finanziellen Schaden. Und mangelnde Energie­effizienz kann in dieser Größenordnung die Kosten in enorme Höhen treiben.

Als Georg Hagelschuer vor 31 Jahren in Münster-Roxel einen Ein-Mann-­Betrieb für Kesselservice übernahm, war Energieeffizienz noch kein so großes Thema – wohl aber Wartung und Betriebssicherheit. Die meisten Anlagen wurden damals komplett aus einer Hand von einem der großen Hersteller auf dem Markt geliefert. „Das waren zwangsläufig standardisierte Lösungen, hinreichend, aber nicht optimal auf die individuellen Gegebenheiten abgestimmt“, sagt Hagelschuer.

Hagelschuer macht Mobil

Als Erstes sammelte Georg Hagelschuer einige Jahre Erfahrung im Service­bereich. Aufgrund der schnell wachsenden Nachfrage wurden dann über weiteres Personal die ersten Abteilungen geschaffen. Danach investierte Hagelschuer in eine Mietkesselanlage – mit dem Clou, dass die gesamte Technik in einem Überseecontainer verbaut war: „So konnten wir bei Ausfällen oder Umrüstungen innerhalb kürzester Zeit Ersatz bereitstellen.“ Eine Idee, die ankam – und die das Unternehmen seither zum Prinzip gemacht hat.

Denn heute werden 50 bis 60 Prozent aller Kesselanlagen von Hagelschuer als mobile Energiezen­tralen geliefert. Allerdings nicht mehr im Übersee-, sondern im eigens entwickelten Hagelschuer-Container. Der bietet mehr Platz und lässt sich modular ergänzen. Waren Kesselanlagen früher überwiegend fest im Gebäude verbaut, was Reparaturen erschwerte und bei Austausch oder Erweiterung oft langwierige Umbauten erforderte, können die kompakten Heiz- und Dampfzentralen an jeder beliebigen Stelle platziert werden und sind komfortabel zugänglich. Das sind quasi Kraftpakete auf kleinstem Raum, die Hagelschuer zum Kauf, zur Miete und aus zweiter Hand anbietet.

„Es ist sehr schön, dieses Wachstum über Jahre zu erleben – und zu helfen, den Weg dafür zu ebnen. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich hier vorbeifahre.“

Thomas Reher

Kluges Engineering

Doch nicht nur die praktische Bauweise treibt den Unternehmenserfolg voran, sondern vor allem das, was im Con­tainer steckt. Denn mit der Planung und Konfiguration kundenindividueller Kessel­anlagen entwickelte sich Hagelschuer innerhalb weniger Jahre vom Servicebetrieb zum innovativen Anlagenbauer.

Durch das technische Know-how des Hagelschuer-Teams und die Verwendung der marktüblichen Komponenten werden effiziente und maßgeschneiderte Lösungen entwickelt und angeboten. „Der Mehrwert dieser Lösung ist ein großer Teil des Erfolges“, sagt Hagelschuer.

Die große Produkt- und Marktkenntnis und der enge Draht zu den Kunden erlauben es dem wachsenden Team, immer neue Innovationen zu realisieren. Enorme Effizienzverbesserungen, hybride Anlagen mit Gas- und Strombetrieb, clevere Abwärmenutzung, die erste mobile Heizzentrale oder effiziente Entwicklungen für die Kraft-Wärme-Kopplung: alles entwickelt bei Hagelschuer in Buldern, wo das wachsende Unternehmen Anfang der 2000er Jahre die erste eigene Werkshalle errichtete.

„Es kommt aufs Engineering an, also darauf, die für die individuellen Anforderungen beste Kombination aus Effizienz und Kundennutzen zusammenzustellen.“

Georg Hagelschuer

Entlang der ganzen Kette

Reparatur, Wartung und Service gehören auch heute noch zum Leistungsumfang von Hagelschuer. Von Inbetriebnahme und Mitarbeiterschulung über die Begleitung von TÜV-Abnahmen bis zum Web-Shop für Ersatzteile reicht die Bandbreite.

Und die kürzlich entwickelte GHfocus-App unterstützt den störungsfreien Anlagenbetrieb durch Echtzeitüberwachung aller Betriebsparameter und proaktive Handlungsempfehlungen.

Ganz nah dran am Markt

„Wir stehen heute im Kesselbereich für sämtliche Leistungen entlang der Prozesskette aus einer Hand; bei Hagelschuer kauft man Vertrauen und Sicherheit“, sagt Hagelschuer nicht ohne Stolz als Marktführer in Deutschland. Und betont, dass die fachlich geschickte Verwendung von Komponenten den Unterschied macht – das ist die Basis für den Erfolg und natürlich auch die hohe Kompetenz in allen Abteilungen, die GH beschäftigt. Weiterhin führt der Unternehmer aus: „Das ist die große Stärke unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Und das ist auch der Vorteil des Mittelstands: schneller, individueller und beweglicher sein zu können als der Wettbewerb. Eben viel näher dran, als es ein Konzern jemals sein könnte.“

Eine Stärke übrigens, die Hagelschuer auch bei seiner Hausbank schätzt: „Als Unternehmer braucht man Verbündete, Partner, Mitgestalter und Ideengeber – dafür hat die VR-Bank die richtigen Leute.“

Mehr über Dampfkessel Hagelschuer

Auf der Website des Unternehmens lernen Sie den Hidden Champion aus Dülmen und seine innovativen Produkte zur Dampf- und Wärmeerzeugung näher kennen:

Holz

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Holz – begehrter Rohstoff.

Deutschland ist Holzland, und die internationale Nachfrage nach dem wertigen Werkstoff ist stark gestiegen. Was bedeutet das für die Möbeltischlerei STB-Design in Ramsdorf und ihre Kunden? Inhaber Stephan Becker gibt Auskunft.

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Stephan Becker und Holger Kerkhoff im Gespräch
„Dank unserer Vielseitigkeit sind wir sehr breit aufgestellt. (…) Wir sind sozusagen unser eigener Tausendfüßler.“

Stephan Becker

Vielseitiger Werkstoff

Bauholz aus Fichte und Lärche. Eiche als Parkett, Furnier oder Massivholz. Buche für Plattenware und Leimholz. Und so weiter. Wenn Stephan Becker versiert schildert, welche Hölzer wo zum Einsatz kommen, wird klar, für wie viele unterschiedliche Zwecke der Naturwerkstoff genutzt wird. Und dass Holz nicht gleich Holz ist, sondern jede Baumart andere Eigenschaften mitbringt.

In seiner Möbeltischlerei STB-Design verarbeitet Stephan Becker vor allem hochwertige, furnierte Plattenwerkstoffe und Massivholz – die Oberliga im Holzbereich. Daraus fertigt er mit seinem Team individuelle Einbauten und Möbel, für die Einrichtung von Praxen oder Geschäften, vor allem aber für Privatkunden. Eine abwechslungsreiche und befriedigende Aufgabe, wie er sagt, denn „wir dürfen Wohnträume mit entwickeln und wahrmachen. Die Freude am Ergebnis und die Wertschätzung sind hier sehr hoch.“

Qualität als Erlebnis

Die persönliche Beratung und der individuelle Entwurf sind Dreh- und Angelpunkt seines Geschäfts: „Holz ist ein sinnlicher Werkstoff, da geht es um Fühlen, Sehen, Erleben – und um die Wertigkeit, die das Endprodukt selbst, aber auch der ganze Weg zu dessen Entstehung vermittelt.“

Diese Inspiration finden seine Kunden nicht nur in der STB-Ausstellung im Ramsdorfer Betrieb: Wenn es um spezielle Projekte geht, darf Becker häufig auch Referenzen direkt bei früheren Auftraggebern zu Haus zeigen. „Für Interessenten ist das ein überzeugendes Erlebnis, und für uns ein toller Vertrauensbeweis, der zeigt, wie zufrieden die Kunden mit unserer Arbeit sind.“

Nachhaltiger Wert

Seit Becker STB-Design in 2011 gegründet hat, ist die Nachfrage nach natürlichen Materialien und individuellem Handwerk kontinuierlich gewachsen. „Die Bereitschaft, etwas mehr zu investieren, dafür aber auch eine langlebige, werthaltige Ideallösung zu bekommen, ist deutlich gestiegen“, berichtet Becker und sieht dahinter den Wunsch, das Leben nachhaltiger zu gestalten. Das ist auch sein Bestreben, aus gutem Grund: „In unserer Branche spüren wir die Auswirkungen des Klimawandels ganz unmittelbar, Holz ist schließlich ein Naturprodukt.“

Deshalb hat Becker in eine CNC-Anlage investiert, die nicht nur wegen ihrer Energieeffizienz ressourcenschonend ist, sondern auch, weil ihr gesamter Korpus nicht aus Metall, sondern aus Schichtholz gefertigt ist. Mit der bestehenden Wärmepumpe sowie demnächst einer zusätzlichen Photovoltaikanlage wird der Betrieb künftig energieautark arbeiten. Und die 2020 errichtete zweite Werkhalle wird über eine effiziente Betonkerntemperierung beheizt.

„Durch die Besinnung auf Nachhaltigkeit und Werte erlebt individuelles Handwerk eine Renaissance – STB-Design hat diese Chance erkannt und ergriffen.“

Holger Kerkhoff

Stabiles Geschäftsmodell

Für die weitere Expansion sucht
Becker derzeit Mitarbeiter und Azubis. Zukunftssichere Arbeitsplätze erwarten diese, denn auch das Geschäftsmodell der Möbeltischlerei ist nachhaltig und solide: „Dank unserer Vielseitigkeit sind wir breit aufgestellt. Durch den Schwerpunkt im Privatkundenbereich entstehen keine Abhängigkeiten von wenigen, großen Auftraggebern. Wir sind sozusagen unser eigener Tausendfüßler“, sagt Becker. Anders als mancher hochspezialisierte Betrieb kann er deshalb auch Preisturbulenzen im Holzmarkt besser abfedern.

Und die sind nicht ohne: In den beiden Pandemiejahren verzeichnete Bauholz Preissprünge von 60 bis 65 Prozent, verursacht durch enorme Nachfrage aus den USA und China. Nach der Flut im Ahrtal war Leimholz knapp, weil viele Hersteller die Produktion auf OSB-
Platten für den Wiederaufbau umstellten. Und auch der Preis für Eichenholz werde wohl anziehen, mutmaßt Becker, weil ein Großteil des hier gehandelten Materials aus der Ukraine komme. Große Auswirkungen werde das für STB-Design aber nicht haben: „Mit einem guten Eichenstamm kommen wir eine ganze Zeit hin. Andere Materialien ordern wir bedarfsgerecht auf Abruf, und weil man uns als zuverlässigen Partner mit guter Zahlungsmoral kennt, bekommen wir alles, was wir brauchen.“

Werte wie Zuverlässigkeit, Vertrauen und Partnerschaft sind für Becker das Fundament seines Geschäfts, und die erwartet er auch bei der Bankbeziehung. „Die VR-Bank ist sehr vielseitig, versteht ihr Handwerk, nimmt sich Zeit für gute Beratung und entwickelt individuelle Lösungen. Genau wie wir.“

Mehr über STB-Design

Lust auf individuelle Möbel und Einbauten aus edlem Holz, handwerklich gefertigt mit Sorgfalt und Sachverstand? Lassen Sie sich inspirieren auf Stephan Beckers Website oder bei einem persönlichen Besuch!

Fahrradhandel

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Ran an die Räder.

Ob mit oder ohne Elektromotor: Radfahren boomt und der Fahrradhandel ebenso. Weshalb die Nachfrage derzeit höher ist als das Angebot, wie man trotzdem möglichst rasch an seine Wunschleeze kommt und vieles mehr verrät Peter Baumeister, der gemeinsam mit seiner Frau Mechtild und den Kindern Anja und Christian die Radwelt Coesfeld führt.

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Entdecken Sie die Radwelt Coesfeld
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Peter Baumeister und Hartwig Rotermund
Auf der Achterbahn

Frühling ist Fahrradsaison, das war schon immer so: Mit dem ersten Grün sprießt nach dem langen Winter die Lust auf Bewegung an der frischen Luft. Das ist der Zeitpunkt, sagt Peter Baumeister, den seine Branche stets mit gefüllten Lagern erwartet. Und das war auch genau der Zeitpunkt des ersten Corona-Lockdowns in 2020. Ein Schock, persönlich wie betriebswirtschaftlich. „Die E-Bike-Nachfrage hatte sich viel­versprechend entwickelt, deshalb hatten wir besonders viel geordert. Für unsere Ware gehen wir komplett in Vorleistung und nutzen auch Kredite.“

Als dann das Geschäft geschlossen bleiben musste, herrschte Unsicherheit: Was tun? Orders stornieren, Lieferungen stoppen? Oder ins Risiko gehen? „Das ist die Stelle, an der man eine Bank braucht, die unseren Markt, unser Unternehmen und unsere Vision versteht. Die VR-Bank hat mir direkt signalisiert: Keine Sorge, das kriegen wir hin.“

Also beschloss der Familienrat, die Bestellungen aufrechtzuerhalten – und machte in Windeseile alle(s) fit für den kontaktlosen Fahrradverkauf. Sohn Christian hatte in den Vorjahren alle Unternehmensprozesse grundlegend digitalisiert und bereits einen erfolgreichen Onlineshop aufgestellt, so dass die zentrale Infrastruktur einsatzfähig bereitstand. Schon nach einer Woche zeigte sich: Die Entscheidung war richtig, denn in den kommenden Monaten erlebte die Radwelt Coesfeld einen wahren Boom.

„Für unsere Ware gehen wir komplett in Vorleistung. (...) Das ist die Stelle, an der man eine Bank braucht, die unseren Markt, unser Unternehmen und unsere Vision versteht.“

Peter Baumeister

Neue Herausforderungen

Ende 2020 zeichnete sich die nächste Herausforderung ab: Die internationalen Produktions- und Lieferketten kamen ins Stocken. Die daraus entstehenden Engpässe werden den Fahrradmarkt nach Baumeisters Einschätzung auch mittelfristig noch begleiten: „Wichtige Bauteile wie Akkus, Halbleiter, aber auch Bremsscheiben und Schaltkomponenten sind seit Monaten extrem knapp, trotz voller Orderbücher können viele Hersteller nicht durchproduzieren.“ Für die Radwelt Coesfeld und ihre Kundinnen und Kunden ist das allerdings derzeit noch kein Thema.

„Wir sind mit unserer Unternehmensgröße von 1.800 Quadratmetern Verkaufsfläche, einem erfolgreichen hybriden Vertriebsmodell und unseren langjährigen, sehr stabilen Lieferantenbeziehungen ein bevorzugter Partner unserer Hersteller. Überdies haben wir eine sehr frühzeitige und langfristige Planung, so dass wir schon vor der Containerkrise neue Ware bestellt hatten“, sagt Baumeister.

„Hinter dem E-Bike-Boom steht keine kurzlebige Mode, sondern ein nachhaltiges Mobilitätskonzept – die Radwelt Coesfeld bringt es in der Region voran.“

Hartwig Rotermund

Gut bevorratet

Aktuell lagern vor Ort in der Radwelt Coesfeld und am Versandzentrum mehrere Tausend fabrikneue Räder, über die Hälfte davon elektromotorisiert. Wer etwas Offenheit und Flexibilität mitbringe, finde auch jetzt in der Radwelt Coesfeld sein Wunschrad, so Baumeister, auch wenn er rät, nicht allzu lange abzuwarten. Etwas anders sehe es für Kundinnen oder Kunden aus, die sich ein ganz bestimmtes, individuell konfiguriertes Modell ausgeguckt hätten. Doch bei ihnen handelt es sich meist um echte Fans, weiß Baumeister, die im Zweifel auch die Bereitschaft mitbringen, etliche Monate auf ihr Traummodell zu warten.

Markt im Wandel

Insgesamt hat sich der Fahrradmarkt in den letzten Jahren extrem verändert – vor allem durch E-Bikes. Schlanke Betriebskosten, hoher Fahrspaß und Komfort sowie die erstaunliche Reichweite lassen immer mehr Menschen umsatteln. Offensive Arbeitgeberleasing-Angebote, wachsendes Umwelt­bewusstsein und aktuell auch die hohen Spritpreise machen das alternative Mobilitätskonzept noch attraktiver.

All das führt dazu, dass der Umsatz je Rad deutlich gestiegen ist. Und der Markt diversifiziert sich weiter: Im Elektrobereich werden immer mehr Spezialmodelle entwickelt, vom E-Gravelbike über E-Mountainbikes bis zu zweirädrigen Lastentransportern, den auch im gewerblichen Sektor immer beliebteren E-Cargobikes. Das zieht das traditionelle Segment mit: Auch im nicht-elektrischen Bereich sind heute deutlich hochwertigere und entsprechend höherpreisige Modelle gefragt.

Mobilität neu denken

Daraus ergeben sich ganz andere Möglichkeiten, weiß Baumeister. So sind angesichts der Lieferschwierigkeiten die ersten Hersteller schon dabei, die Produktion aus Fernost zurückzuholen. Die Zweirad-Einkaufs-­Genossenschaft ZEG vergrößert ihren Standort in Saarlouis, Kalkhoff erweitert in Cloppenburg, und Gazelle hat jüngst im niederländischen Dieren die derzeit modernste Fahrradfabrik Europas eröffnet. „Das geht gerade richtig los“, sagt Baumeister. Denn es handele sich nicht um eine Mode oder einen kurzlebigen Trend, sondern um eine neue Art, Mobilität zu denken, „eine echte Wende“. Auch Familie Baumeister selbst ist längst elektrisch unterwegs – denn auf das Argument, mit Motorunterstützung sei das doch kein richtiges Radfahren mehr, hat Baumeister eine überzeugende Antwort: Medizinische Studien zeigen, dass auf dem E-Bike viel längere Strecken zurückgelegt werden. Die Kraft, die man beim Strampeln spart, geht zugunsten der Ausdauer, deshalb ist der gesundheitliche Nutzen unterm Strich oft höher. Also: ran an die Räder.

Mehr über die Radwelt

Ein Besuch in Coesfeld lohnt auf jeden Fall – ob stationär oder online. Im Shop der Radwelt können Sie das aktuelle Sortiment an Fahrrädern, Pedelecs und E-Bikes auch bequem vom Sofa aus erkunden. Und bestellen!