Effizienz

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Mission: Effizienz.

Viele Wege führen zu höherer Energieeffizienz. Bei der VR-Bank ist die VR-Retail Processing GmbH dafür zuständig, solche Wege zu erschließen – mit standortindividuellen Konzepten und Maßnahmen, die systematisch den Energiebedarf verringern, wie Geschäftsführer Stefan Ludden erklärt.

Damit’s optimiert läuft

Das Facility Management, also die Verantwortung für den Gebäudezustand der Filialen und BeratungsCenter, gehört zu den zentralen Aufgaben der VR-Retail Processing. Und nicht nur das, denn auch darüber hinaus sorgt das Tochterunternehmen dafür, dass alles optimiert läuft bei der VR-Bank. Ob SB-Geräte oder Einkauf, Fuhrpark, Gebäudereinigung oder Haustechnik: Stefan Ludden und sein Team führen im Hintergrund die Regie.

Grösste Aufgabe

Den Energieverbrauch im Unternehmen nachhaltig zu senken, gehört dabei zu den wichtigsten Aufgaben – und ist sicher auch die größte. „Um das Klimaziel der VR-Bank zu erreichen, bis 2025 CO₂-neutral zu wirtschaften, liegt das größte Potenzial in der Reduktion des Energiebedarfs für Strom und Wärme an unseren Standorten“, sagt Stefan Ludden.

Das belegen auch die Analysen der Energie-Audits, die die VR-Bank in 2015 und 2019 in Auftrag gegeben hat. „Wir haben daraufhin ein ganzes Bündel von Leitlinien und Maßnahmen erarbeitet, die jetzt standortindividuell geplant und bis 2025 sukzessive umgesetzt werden“, sagt Ludden.

Fläche als Faktor

Eine ganz zentrale Stellschraube ist dabei die Fläche, beeinflusst sie doch maßgeblich den Energieverbrauch. Bei Standortwechseln oder neuen Standorten wird deshalb auf optimale Flächeneffizienz geachtet. Und bei Neu- planungen sowie bei Renovierungen lässt die VR-Retail Processing direkt weitere Maßnahmen zur Energie­effizienz mit realisieren.

„Dazu zählen zum Beispiel der Austausch alter Lichttechnik durch strom­sparende LED-Systeme, automatische Fensterverschattungen und Klima­anlagen, die sich nicht nur um 19 Uhr automatisch abschalten, sondern auch, sobald ein Fenster geöffnet wird“, so Ludden. „Auf den flüchtigen Blick scheinen das eher Kleinigkeiten zu sein, rechnet man es aber durch, machen sie in Summe einiges aus.“

Ganzheitliche Konzepte

Für Standorte, wo aus Altersgründen die Heizung ausgetauscht werden muss, entwickelt Ludden mit seinem Team individuelle, nachhaltige und zukunftsweisende Konzepte. Ziel ist es, die benötigte Energie möglichst autark zu erzeugen. Weil das im Bestand nicht immer zu 100 Prozent möglich ist, kommen zusätzlich Ökostrom und Ökogas, bevorzugt aus der Region, zum Einsatz.

„Dabei denken wir immer in ganzheitlichen Heiz- und Kühlkonzepten“, sagt Ludden. Im KompetenzCenter Coesfeld wurde beispielsweise 2020 die alte Gasheizung durch ein Blockheizkraftwerk (BHKW) ersetzt, eine hocheffiziente Technologie zur Kraft-Wärme-Kopplung. Aus einem Primärenergieträger wird Wärme erzeugt und als Strom oder Heizenergie zur Verfügung gestellt. Die entstehende Abwärme wird weiter genutzt, im Winter zum Heizen, im Sommer als Strom für die Raum­kühlung.

Unabhängiger machen

„Bisher konnten wir mit dem BHKW etwa 27 Prozent des Strombedarfs am KompetenzCenter selbst erzeugen. Das macht uns unabhängiger von externen Quellen. Und wenn wir demnächst zusätzlich auf Ökogasverträge umstellen, arbeitet die Anlage komplett CO₂-­neutral und damit nachhaltig.“

Im KompetenzCenter Dülmen, wo ebenfalls die Lebenszeit der Heizung erreicht ist, sieht das neue Energie­konzept eine kleine Brennwertheizung, eine Photovoltaikanlage und ein BHKW vor. Zugekaufte Energie wird aus klimaneutraler Produktion bezogen. „Durch diese Anpassungen werden wir jährlich 50 Tonnen CO₂ einsparen und rund 60 Prozent unseres Stroms selbst erzeugen.“

„Um unser Klimaziel zu erreichen, bis 2025 CO-neutral zu wirtschaften, liegt das größte Potenzial in der Reduktion des Energiebedarfs für Strom und Wärme an unseren Standorten.“

Stefan Ludden

In Neubau und Bestand

Besonders umfassend und einfach lässt sich Energieeffizienz naturgemäß bei Neubauten realisieren. Denn die kann man schon in der Planung auf einen komplett nachhaltigen und energieautarken Betrieb auslegen – wie das von der VR-Westmünsterland Immo­bilien GmbH realisierte Bürogebäude am Campus 7.9 in Gescher. Beheizt wird es über eine hocheffiziente Wärmepumpe, die mit dem Energieertrag der Photovoltaik-Panels auf dem Dach und zugekauftem Ökostrom betrieben wird. Hinzu kommen eine sehr gute Gebäudeisolierung und eine automatisierte Fensterverschattung. Voraussetzungen, die sich Ludden überall wünschen würde, doch „die energetische, standortindividuelle Ertüchtigung von Bestandsimmobilien ist unsere vorrangige Baustelle – und eine ebenso nachhaltige Investition.“